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Welche Unterlagen braucht ein Kfz-Gutachter?


4 Min. Lesezeit Von Asad Umar, Kfz-Sachverständiger

Ein Besichtigungstermin dauert je nach Schaden meist unter einer Stunde. Fehlende Unterlagen verlängern nicht den Termin selbst, sondern die Zeit danach: Jede Rückfrage verzögert die Fertigstellung. Diese Übersicht zeigt, was gebraucht wird und wofür.

Immer mitbringen

Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein). Sie liefert die verbindlichen Fahrzeugdaten: Hersteller, Typ, Schlüsselnummern, Erstzulassung. Diese Angaben bilden die Grundlage jeder Kalkulation. Ohne sie lässt sich das Fahrzeug nicht eindeutig identifizieren.

Ihr Ausweisdokument. Für die Zuordnung des Auftrags zur auftraggebenden Person.

Kilometerstand. Wird beim Termin abgelesen, ist aber für die Wertermittlung zentral.

Nach einem Unfall zusätzlich

Daten der Gegenseite. Name, Anschrift, Kennzeichen und Versicherung des Unfallgegners.

Aktenzeichen. Falls die Polizei aufgenommen hat oder die Versicherung bereits ein Schadenzeichen vergeben hat. Das erspart später die Zuordnung.

Ihre eigenen Fotos von der Unfallstelle. Sie zeigen die Endstellung der Fahrzeuge und den Straßenverlauf. Diese Informationen sind am Fahrzeug selbst nicht mehr ablesbar.

Angaben zum Hergang. Ein paar Sätze genügen: Wo, wann, in welcher Richtung, mit welcher Geschwindigkeit ungefähr. Das hilft bei der Frage, ob die festgestellten Schäden zum geschilderten Ablauf passen.

Zur Fahrzeughistorie

Nachweise über Vorschäden. Rechnungen, alte Gutachten oder Reparaturbestätigungen. Vorschäden sind kein Problem. Fehlende Unterlagen zu Vorschäden erschweren jedoch die Abgrenzung.

Serviceheft oder Wartungsnachweise. Belegen den Pflegezustand und wirken sich auf die Wertermittlung aus.

Rechnungen über größere Investitionen. Neue Reifen, Steuerkette, Kupplung, Sonderausstattung, Nachrüstungen. Was nicht belegt ist, kann bei der Bewertung nur eingeschränkt berücksichtigt werden.

Unterlagen zu Sonderausstattung. Insbesondere bei nachträglichen Einbauten, die aus den Fahrzeugpapieren nicht hervorgehen.

Bei einem Wertgutachten

Hier verschiebt sich der Schwerpunkt: Die Historie wird wichtiger als der Hergang. Zusätzlich hilfreich sind Vorbesitzangaben, vorhandene Gutachten aus früheren Bewertungen sowie Belege zur Herkunft des Fahrzeugs.

Wenn etwas fehlt

Der Termin scheitert nicht an fehlenden Papieren. Fehlende Unterlagen können Sie nachreichen. Dadurch kann sich die Fertigstellung verzögern. Wenn Sie unsicher sind, ob ein Dokument relevant ist: mitbringen. Zu viele Unterlagen sind nie ein Problem.

Und wenn das Fahrzeug nicht bei Ihnen steht?

Bei einem nicht fahrbereiten Fahrzeug findet die Besichtigung am Abstellort statt, zum Beispiel beim Abschleppdienst, in der Werkstatt oder auf dem Bergungsplatz. Die Unterlagen bringen Sie in diesem Fall einfach zum Termin mit oder senden sie vorab digital zu.

Nächster Schritt

Passt das auf Ihren Fall?

Allgemeine Informationen bringen Sie nur bis zu einem gewissen Punkt. Für alles Weitere genügt ein kurzes Telefonat.

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